Endurotouren

Published on Januar 3rd, 2014 | by Sascha

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Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Angeln am Saltstraumen (Tag 6)

Entspannen und Angeln war heute angesagt. Die Motorräder wurden lediglich zum Einkaufen und zum kurzen Transport genutzt. Auch wenn das Sommerwetter ausblieb, genossen wir unseren Urlaubstag am Saltstraumen.

Regentag und Müßiggang

Am Vorabend hatten wir uns schon dazu entschieden, eine weitere Nacht auf dem Campingplatz am Saltstraumen zu verbleiben. Warum? Nun, es war einerseits konstanter Regen angesagt und andererseits mussten wir erstmal unser Anglerglück herausfordern. Also wurden ebenfalls am Vorabend die Tarp Planen über die Zelte gespannt um die Regenfront auszuwettern.

Aber der Morgen fing erstmal entspannt an. Ohne uns darauf abgesprochen zu haben, schliefen wir für unsere Verhältnisse lange aus. Um 10 Uhr kam leben in unser kleines Zeltlager und danach machten wir uns erstmal für vier Stunden in den Gemeinschaftsräumen des Campingplatzes breit. Nach einem langen Eier und Speck Frühstück saßen wir mit Zeitungen, iPad und heißen Getränken auf dem Sofa und genossen das Nichts-Tun. Draußen goss es nämlich noch in Strömen.

Karte zum sechsten Tourtag

Wir fuhren lediglich zum Einkaufen und zur Angelstelle an diesem nass-kalten Tag.

Angelfieber in der Superströmung

Nach dem wir uns mit den letzten Neuigkeiten versorgt und die kleinen Erledigungen hinter uns gebracht hatten, verlangte es uns nach etwas mehr Aktivität. Die Regenwolken waren fast leer geregnet und das Klima schrei nach idealen Angelbedingungen. Der stramme Wind und die nass kalten 12° verlangten es jedoch, dass wir in voller Motorradmonteur mit zusätzlicher Regenbekleidung aufbrachen. Zuerst wurden im lokalen Supermarkt eingekauft und in der gut ausgestatteten Anglerecke der Bestand an Blinkern aufgefüllt.

Dann standen wir erneut am strudelnden Wasser und gleich bei den ersten drei Würfen waren drei kleine Seelachse dran (zu kleine Exemplare). Erst das Absinken lassen der Blinker auf 100 m ergab Biss mit etwas größeren Vertretern dieser Sorte. Richtig lustig wurde es bei meinem Kollegen, als ich eine kleine Pause einlegte. Bei Sigmund bog sich nämlich die Route und 2 Minuten später zog er unser Abendessen aus der Strömung: Zwei leckere 1kg Makrelen :-)

Gebratenes Makrelenfilet auf Salatbett

Das Anglerglück war uns an diesem Tag nicht weiter hold. So blieb es bei den beiden Prachtmakrelen, die noch am Wasser von mir filetiert wurden. Auf dem Weg zum Camp hielten wir noch kurz am Supermarkt, um Zutaten fürs Fischgericht zu besorgen.

Sigmund kochte sich Kartoffeln zum Fisch und bei mir gab es gebratenes Makrelenfilet auf einem frischen Salatbett. Das ganze garniert mit Cocktailtomaten und Rømø (Schmand ähnliches Milchprodukt) – lecker! Nach dem Essen checkten wir noch das Wetter für die kommenden Tage und beschlossen am nächsten Morgen vor 10 Uhr wieder auf dem Weg zu sein.

Der Saltstraumen – einige Infos

Der „Salzstrom“ ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Durch die 2,5 km lange und 150 m breite Meeresöffnung ballern unvorstellbare 400 Millionen Kubikmeter Wasser hinein und wieder hinaus, wenn die Gezeiten sich ändern. Das Wasser kommt dann vom äußeren Saltfjord zum inneren Salzfjord und nimmt dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h auf. Die Fischerbote auf dem Strom müssen ganz schön mit ihren Motorren kämpfen, um gegen die Wassermassen anzukommen.

Es waren jedoch nicht die gewaltigen Strudel die uns angezogen hatten (teilweise 10 m Durchmesser und 4 m tief), sondern der Fischreichtum an dieser Meeresenge. Das nährstoffreiche Wasser lockt nämlich viele Fische hierher, speziell die Arten Seelachs, Dorsch und Makrele. Da wir schon bei den Superlativen sind, sei erwähnt, dass hier der Weltrekord-Seelachs mit satten 22,3 Kilogramm gefangen wurde. Na dann: Petri Heil!

Der Tag in Daten

  • Gesamtstrecke: 18 km (zum Einkaufen und Angeln)
  • Campingplatzkosten: noch mal 100,- kr für jeden (Spezialpreis)
  • Kleinfisch, der zurückgesetzt wurde: 15 Stück
  • Essfisch: 3 (2 Makrelen und 1 Seelachs – Seelachs Nummer 2 wurde von den Möwen gestohlen)
  • Wetter: Regen und dicke Wolken; 10-13° Celsius (echt kühl bei Nässe und Wind)

Tagesfazit

Warum bei Regenwetter Trübsal blasen oder unbedingt über die nassen Straßen düsen müssen? Wir haben die richtige Entscheidung getroffen und einen Ruhe- bzw. Regentag eingelegt. Beide hatten wir auch jeweils eine neue Tarpplane mit im Gepäck, die in der Praxis getestet werden wollten (klappte super).

Der Müßiggang zusammen mit dem Anglerspaß (und Ergebnis) tat gut an dieser speziellen Location. Alles hatte einen entspannten Ablauf an diesem Tag und wir genossen das sein im hier und jetzt. Morgen geht es weiter auf dem Rv17 (Rv = Riksvei = Reichsweg) in Richtung Süden – auf gehts!

Hier geht es zum Tag 5 des Tourenberichts und zum Tag 7 hier klick :-)

Photos vom sechsten Tag unser Küstentour

Fotos: (c) Sascha Duus & Sigmund Hornberg


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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