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Published on Januar 13th, 2013 | by Sascha

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Nordkap – Ein spezielles Reiseziel in Norwegen

Das Nordkap in Norwegen ist das beliebteste Reiseziel Nordskandinaviens – und das aus gutem Grund. Ich selbst stand 2011 mit meinem Motorrad dort und blickte auf den Horizont, mit seiner nicht untergehende Mitternachtssonne. Ein herrliches Gefühl sage ich euch!

Eine Klippe an Europas nördlichstem Punkt

Am Nordkap erwartet den Outdoorer und Reisenden eine monumentale Naturerfahrung, eine atemberaubende Aussicht, ungewöhnliche klimatische Bedingungen, dramatische Klippen und die Tatsache, dass man dort am nördlichen Punkt Europas steht. Das Nordkap selbst ist eine rund 300 Meter hohe Klippe, die von etwa 250.000 Touristen alljährlich besucht wird.

Das Nordkap befindet sich in der Region Finnmark, das auch das „norwegische Lappland“ genannt wird und sich auf dem gleichen Breitengrad wie Grönland und Alaska befindet. Finnmark ist ein wunderbar wilder Teil Norwegens, der Reisenden alles bietet, was ihr Herz begehrt – von ruhigen, erholsamen Ferienhäusern bis hin zu abenteuerlichen Outdoor-Touren. Übrigens ist Nordkapp (mit pp) die norwegische Schreibweise für Nordkap (oder North Cape im Englischen).

Was am Nordkap los ist

Das Nordkap ist ein wunderbares Erlebnis für sich. Darüber hinaus können Outdoorer dort Vogelausflüge in ein Naturschutzgebiet mit über zwei Millionen Seevögeln unternehmen oder an einem spannenden nächtlichen Hochseerafting teilnehmen. Im Sommer gibt es hier keinen Sonnenuntergang – es scheint die sogenannte Mitternachtssonne (Die Sonne streift den Horizont und steigt wieder auf, ohne unter zu gehen).

Während des restlichen Jahres können Biker und Reisende die Nordlichter (Aurora Borealis) bestaunen. Eine sehr beliebte Aktivität am Nordkap sind Geländetouren auf den teilweise schneebedeckten Bergen und Felsen. Im Winter sorgen die Polarnächte für langanhaltende Dunkelheit. Dann ziehen Kälte und Stille im Norden ein. Viele Touristen nehmen sich eine Unterkunft im Städtchen Honningsvåg, das sich in der Nähe des Nordkaps befindet.

Karte zur direkten Route ans Nordkap

2.200 km von Oslo ans Nordkap.

Nordkap – Reiseziel auf einer größeren Karte anzeigen

Der Weg zum nördlichsten Punkt Europas

Wie kommt der abenteuerlustige Biker nun zum Nordkap – jenseits des Polarkreises? Auch wenn das Reiseziel sehr weit entfernt klingt, sind es von Norwegens Hauptstadt Oslo doch „nur“ 2200 Kilometer. Tausende von Bikern haben sich schon auf eine Tour zum Nordkap gewagt und diese Erfahrung sicherlich nicht bereut. Auf dieser Tour sieht man das Beste von Norwegen, sie kann in allen Jahreszeiten durchgeführt werden, und sie führt durch ganze sechs wunderschöne Nationalparks!

Für die Tour von Oslo bis zum Nordkap sollten man 6 bis 10 Tage einplanen. Die Reisezeit hängt vor allem davon ab, wie viele Stopps man machen möchte, welche Sehenswürdigkeiten man sich auf dem Weg anschauen will und wie die Wetterbedingungen in Skandinavien aussehen.

Von Oslo ans Nordkap (mit Motorrad, Auto & WoMo)

Wir starten unsere Tour in Oslo im Süden Norwegens und fahren auf der E6 in Richtung des 540 km entfernten Trondheims. (Übrigens sind norwegische „Autobahnen“ nicht direkt mit der deutschen Version zu vergleichen, sie haben viel mehr einen Landstraßen-Charakter.) Dort legen wir eine kleine Pause ein und genießen einen Spaziergang durch Trondheim mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten.

Dann fahren wir von Trondheim weiter auf der E6 in Richtung Fauske (675 km). Bei Fauske lohnt es sich, ein wenig vom Gas zu gehen, um die schöne Fjordlandschaft zu betrachten und um das ein oder andere Naturfoto zu schießen.

Wir bleiben auf der E6 und fahren durch die historische Stadt von Narvik zum nächsten Ziel auf unserer Tour: Nordkjosbotn (430 km). Wir machen dort eine Verschnaufpause und übernachten in dieser sympathischen norwegischen Kleinstadt. Nach einem reichhaltigen norwegischen Frühstück mit Butterbrot, Waffeln, Eiern und Speck fahren wir das letzte Mal auf die E6, bis wir nach Olderfjord (440 km) gelangen, wo wir die Autobahn verlassen.

Olderfjord ist ein großartiger Ort für einen letzten Stopp, bevor wir das große Ziel unser Motorradtour erreichen: Das Nordkap. Nach einer kleinen Ruhepause in Olderfjord fahren wir auf der Autobahn E69 in Richtung Nordkap, das nur noch 105 km entfernt ist. Wir haben es endlich geschafft – jetzt sind wir am Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas!

Fazit zum Reiseziel Nordkap

Eine Tour zum Nordkap lohnt sich (nicht nur für Abenteurer). Ich kann mich gut an meine Eindrücke und Gefühle vom Sommer 2011 erinnern. Bei herrlichem Sonnenwetter stand ich mit hunderten anderer Schaulustiger vor der großen Stahlkugel am Nordkap und fieberte dem Höhepunkt der Nacht entgegen. Beim tiefsten Stand der Sonne sind die Lichter so einzigartig und faszinierend, dass es die Besucher Bussweise herbeilockt.

Wer ein Photo von sich und der Kugel haben möchte ohne zu bezahlen, der muss einfach zwischen 01:00 und 06:00 Uhr vorbeikommen. Da ist der Schalter nicht besetzt und ihr bekommt ein gratis Bild vom Publikumsmagneten. Die Gebühren für den Tunnel zur Insel bleibt einem jedoch nicht erspart. Mehr Info findet ihr auch in meinem Tagesbericht Nummer 5 zur Nordkap Tour 2011 mit meiner BMW R100GS Paris Dakar.

Photos zum Nordkap

Es erwarten einen besondere Farben eine lockende Natur am Top von Europa.


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



7 Responses to Nordkap – Ein spezielles Reiseziel in Norwegen

  1. Patrick says:

    Das will ich auch noch machen und mit dem Motorrad klingt es nach einem besonderen Erlebnis. Spiele mit dem Gedanken, den Führerschein zu machen.

    • Sascha Duus says:

      Patrick, was soll ich da schon Antworten: Lappen machen, ausrüsten und dann ab ans Nordkap!

      :-)

      • Jürgen Weber says:

        Moin moin,Patrick wenn du da hin wilst,in Ordnung?du mußt dir der Einfachheit gewiss sein,da ist ein Gebeude für Suvenir-Resturant-Hotel,grosse Kugel aus Metallstreifen.Ich war dort 04.06.2012.wer das
        mag ,es war eine Fahrt,ich wollte dort hin,den einen oder anderen mag
        das Fastzienieren,sory mann hätte es auch sein lassen können.

        • Sascha Duus says:

          Das Nordkap ist nicht der Grand-Canyon (USA). Schaut es euch via Google Earth oder so an. Wie ich es schon in meinem Tagesbericht #5 2011 schrieb, langt ein Besuch an der Metallkugel (dem Eintritts-und Tunnelpreis wegen).
          Die geografische Lage und die Tour an diesen Punkt ist das wahre Abenteuer. Hier oben im Nordland sind Natur und Menschen einmalig – darum geht es. Die einen zieht es mehr an als die Anderen :-)
          Ich werde hoffentlich noch oft in Europas nördlichste Region kommen.

  2. Angelika says:

    Wunderbar :). Wir fahren mit Motorrädern und als Begleitfahrzeug einen VW Bus zum Nordkap. – Los gehts Ende Juni. Allerdings planen wir unsere Tour durch Schweden. Hast du vielleicht noch Tipps dazu? Und ist es noch immer „kostenlos“ zwischen 01:00-06.00? GLG

    • Sascha Duus says:

      Hi Angelika :-)
      Dann wünsche ich dir und dem Team mal viel Erfolg, eine Menge Spaß und gutes Gelingen hier im Norden! Durch Schweden kann man gut „nach oben“ kommen. Es lässt sich etwas schneller fahren als in Norwegen und ihr müsst nicht immer „rein aus dem Fjord – raus aus dem Fjord“ in Schleifen fahren (siehe Straßenverläufe auf der Karte).

      „Kostenlos“ ist und war es eigentlich nie. Das Personal dort packt ganz einfach ihre Sachen, schließen die Türen ab und fahren heim. Bis dann die nächste Schicht am Morgen kommt, hat mal ca. 5 Stunden, wo einfach niemand dort ist, der kassiert oder checkt.

      GLG und vielleicht könnt ich nach der Reise berichten, ob die Kostenfreie-Zeit immer noch aktuell ist ;-)

      • Angelika says:

        Herzlichen Dank für die Antwort und die Tipps. :). Ich freu mich schon rießig auf die Tour, da ich selber mal eine Zeit lang in Norwegen gelebt habe und somit die Sprache auch beherrsche – allerdings in Halden und da ist es bis zum Norkap ja doch noch ein Ganzes Stück :D.
        Schön, dass du auch bestätigst, dass es durch Schweden „besser“ ist hoch zu fahren.

        Ich werde dir dann auf alle Fälle berichten.
        Vielleicht laufen wir uns ja sogar mal über den Weg, wenn wir durch Norwegen wieder runter fahren ;).

        GLG

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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    Ein Auswanderer in Norwegen ist unterwegs für euch und berichtet aus dem Land der Fjorde und Trolle! Erfahrt von meinen Touren in Skandinavien und lernt mehr über Land und Leute hier oben.

    Euer Sascha

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