Elektronische Ausrüstung

Published on Dezember 18th, 2011 | by Sascha

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Stromversorgung unterwegs – Handy und Co laden auf Tour

Elektronische Reisebegleiter brauchen hin und wieder Strom. Aufladen ist angesagt. Wenn ich auf Tour bin, sind das hauptsächlich mein Mobiltelefon und die Batterien für GPS und Lampen. Nicht immer sind 240V einfach verfügbar. Wie ihr trotzdem Saft auf eure Geräte bekommt, zeige ich euch hier.

12V USB Stecker sind eine feine Sache

Die bisher einfachste und kleinste Lösung fürs Handy und den MP3 Player ist ein 12V USB Stecker für die Boardsteckdose. Diese kleinen Dinger sind nicht größer als eine Walnuss, ermöglichen jedoch komfortablen und einfachen Anschluss zur mobilen Stromversorgung.

Einfach den Winzling einstecken und via USB-Kabel mit dem mobilen Gerät verbinden – so einfach ist das :-) Bei Regen ist selbstverständlich auf Wasserschutz zu achten! Wer sich ein entsprechendes 12V Kabel besorgt, kann die Dose bin in den Tankrucksack verlängern um dort zu laden.

Was tun, wenn kein großer 12V Anschluss da ist?

Abhängig von Marke, Modell und Alter, ist entweder keine oder vielleicht nur eine kleine 12V Dose vorhanden. In dem Fall kann das Nachrüsten des „Zigarettenanzünders“ die richtige Lösung sein. An meiner BMW R100GS wurde ganz einfach eine 12V Boardsteckdose aus dem Bootshandel verbaut. Einfach, wasserdicht und gut!

Richtige Langzeit-Traveler verbauen sich den Anschluss sogar nach hinten in die Alukoffer. Somit ist die Elektronik gleich besser geschützt vor Witterung und Zugriff. Dafür müsst ihr ein kleines Loch mit guter Isolierung in Kauf nehmen. Einfach auf beiden Enden des Kabels den passenden Stecker drauf und fertig ist die High-End Lösung. Damit lassen sich auch Note- und Netbooks auf Tour laden (tagsüber laden – abends nutzen).

Geräte im Einsatz – 12V on Tour

Um euch ein paar Beispiele zu geben, hier die von mir eingesetzten Geräte. Gerade bei meiner BMW F800GS musste ich eine weitere Boardsteckdose außerhalb des CAN-Bus anbauen (interner Regel- und Messmechanismus bei BMW), da der hohe Stromverbrauch einer Luftpumpe sonst als Fehler gewertet und die 12V Dose tot geschaltet wird (Computer takes over).

Luftpumpe 12V

Oh diese Pumpe hat mir und meinen Biker-Kumpels schon öfter die Tour gerettet! Die kleine mobile 12V Pumpe knallt einen platten Reifen in einer Minute wieder voll auf. Einfach auspacken, 12V Kabel einstecken, Luftventil anschrauben und auf EIN drücken. Der Reifendruck wird während des Aufpumpens angezeigt – echt toll!

Klaro kann man auch zur nächsten Tankstelle oder den Reifenpilot reinschießen oder die CO2 Kartusche abfeuern oder die Hand-/Fußpumpe benutzen. Wenn es jedoch schnell gehen soll und ohne viel Mühen, dann ist die 12V Motorrad- und Autoluftpumpe eine gute Wahl.

GPS 12V

Wer ein Navigationsgerät mit gutem Dauerstromanschluss sein eigen nennt, der kommt ohnehin nicht an der 12V Dose vorbei. Spezielle Motorrad-Navigationssysteme besitzen einen erschütterungsfesten Anschlussstecker, der auch während dem wilden Schotterritt nicht abrutscht. Also Stecker rein und fertig ist das.

Wer hingegen so einen Hybriden wie ich besitzt (62s), der steckt den Mini-USB dort bestimmt nicht rein. Erstens rutscht der bei der nächsten Gelegenheit ab, zweitens ist diese Art von Brücke nur für den Innenbereich gedacht (nicht wasserfest) und drittens reichen die Batterien für eine Tagestour (16h).

Batterie Ladegerät 12V

Egal ob die AA/AAA oder Kamerabatterien geladen werden sollen, für alles gibt es es 12V Anschlüsse. Wer einen zweiten Satz Batterien dabei hat, kann immer schnell wechseln und bleibt aktiv. Nichts ist schlimmer, als wenn die Kopflampe oder das mobile GPS in dem Moment versagen, wo sie am Dringendsten gebraucht werden.

Bei mir kommen Ladegeräte zum Einsatz, bei denen wahlweise das 240V oder 12V Kabel angeschlossen werden kann. So bleibe ich flexibel mit der Stromquelle und halte mit die Optionen offen. Die meisten Ladegeräte für AA/AAA besitzen eine mechanische Brücke, mit der die Batteriefachgröße verstellt werden kann. Genial!

Computer Netzteil 12V

Wer auf Tour seine Netbook dabei haben möchte, für den ist ein kleines mobiles 12V Netzteil genau die richtige Lösung. Wie auch die andere Geräte wird das gute Stück in die Boardsteckdose gestöpselt und dann kann auch schon computert werden.

Beim Einsatz eines Trafo muss jedoch der Batteriestand des Motorrad im Auge gehalten werden. Solche Stromwandlungen sind Energieintensiv und sollten nur von kurzer Dauer sein. Die Batteriezeiten der Netbooks und kleinen Notebooks mit ihren 3 bis 6 Stunden garantieren in der Regel ausreichend Power für Kommunikation und Dokumentation.

12V und 240V im Mix

Auch hier stellt die USB Stromversorgung die einfachste Lösung bereit. Super kleine USB Ladegeräte kosten heute nur noch kleines Geld und nehmen kaum Platz im Gepäck ein. Einfacher geht es kaum noch :-)

Bei Batterieladern muss meist nur das Stromanschlusskabel von 12V auf 240V umgesteckt werden – auch wieder ganz einfach und platzsparend. Bei USB gibt es kleine 240V Stecker, die nicht größer als eine Streichholzschachtel sind. So bleibt man (wie schon geschrieben) flexibel und kann sowohl im Zelt, als auch auf Tour, als auch drinnen immer laden.

Fazit

Von der kleinen flexiblen USB Lösung bis hin zum Computer Netzteil ist alles drin. Dem Tour Profil, Motorrad und der Ausrüstung entsprechend kann man sich das richtige Setting nutzen. Egal ob Reisen-Light oder Alles-dabei, ihr habt die Wahl.

Ich selbst nutze den USB-Lader für das iPhone und den Batterielader für die GSP Batterien am Meisten. Ohne ist eine Mehrtagestour gar nicht drin. Bei gutem Wette liegen die Geräte einfach auf dem Bock, bei schlechtem Wetter im regengeschütztem Tankrucksack. Das will ich gar nicht wieder missen!

Photos und Impressionen zur mobilen Stromversorgung

Egal ob abends die 240V verfügbar sind oder nicht, die kleinen elektronischen Helferlein können geladen werden :-)


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



3 Responses to Stromversorgung unterwegs – Handy und Co laden auf Tour

  1. baschin says:

    Hat mir wesentlich mehr Sicherheit in vielen Alltagssituationen gegeben

  2. Sascha says:

    Freut mich zu lesen Baschin :-)

  3. Rosenquist says:

    Moin Sascha,
    da ich „rückstänidg“ bin + keine modernen Geräte besitze: es gibt doch Hütten mit Stromanschluss auf den Plätzen, auf den kleinen Plätzen auch ?
    Dafür habe ich natürlich die Ladegeräte.
    Passen unsere 220 V-Stecker in N ?
    Gruß elgete

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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