Endurotouren Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Endspurt nach Oslo (Tag 12)

Published on Februar 9th, 2014 | by Sascha

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Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Endspurt nach Oslo (Tag 12)

Regen, Sonne und ab nach Hause – so lässt sich der letzte Tag auf unser Sommertour wohl am besten beschreiben. Als wir morgens aufstanden war das Ende unser Tour zwar noch nicht entschieden, aber irgendwie war es uns beiden doch klar gewesen.

Auf nach Stavanger

OK, ganz in Haugesund waren wir zwar nicht, aber weit weg startete unser letzter Tourtag nun auch nicht. Mit dem Grobziel Stavanger fuhren in Richtung under letzten Fähre dieser Tour.

Das Wetter war mal wieder unsommerlich mit knappen 10 Grad und dichten Wolken am Himmel. Da machten die Nebenstraßen nicht wirklich Lust und wir fuhren brav südwärts auf der E 39. Die Fähre legte 30 Minuten nach unser Ankunft ab und nach der 30 minütigen Überfahrt fuhren wir durch viele und lange Tunnel auf Stavanger zu und schließlich daran vorbei.

Von hier an kannte sich Sigmund gut aus uns wir folgten der Küstenstraße, die ich auch schon bei meiner Südnorwegen Rundtour 2010 abgefahren war. Nur, dass so eine Tour mit zwei Motorrädern viel mehr Spaß macht.

Karte zum zwölften Tourentag (689 km)

Tagesetappe: Haugesund > Stavanger > Südnorwegens Küste > Oslo

Zurück in die Berge

Apropos Spaß. Nachdem wir die vielen Kurven zwischen Egersund und Flekkefjord mitgenommen hatten, kam das Jagdfieber auf. Da auf der E 39 ständig Fahrtkontrollen mit dem Laser abgehalten werden und die Regenwolken auch primär and der Küste festhingen, zog es uns hinauf in die Bergregion.

Über kleine und kleinste Bergstraßen jagten wir uns und unsere 800er durch die Landschaft. Boah, hatte das Spaß gemacht! Kaum Verkehr, viele Kurven und enge Straßenführungen machten das Fahrvergnügen einmalig.

Wir wollten auch die Haftgrenzen unser mittlerweile gut eingefahrenen Heidenau Scouts K60 ausprobieren. Wo die Grenze lag fragt ihr? Also mit den voll geladenen Bikes und trockener Straße klebte das Pneu regelrecht auf dem Asphalt. Lediglich beim Herausbeschleunigen aus Haarnadelkurven kam es hier und da zum kurzen Spinn. Auch bei nasser Fahrbahn blieb die Haftung viel besser als Erwartet. Wir waren beide erstaunt über die Gummihaftung und Fahrleistung.

Auf dem schnellsten Wege nach Oslo

Irgendwann konnten wir der Regenfront dann nicht mehr davonfahren und zockelten im Schauer über Lillesand und Grimstad nach Arendal. Hier wohnte Sigmund und für ihn war unsere gemeinsame Tour hiermit zu Ende. Ich kam noch mit hinein und genoss ein leckeres Mittagessen, das Dank unser SMS Anmeldung schon auf dem Tisch stand.

Anschließend war es auch für mich Zeit nach hause zu kommen. Es hatte sich heftig eingeregnet und ich fuhr in voller Regenmontur los (Regenüberschuhe, Regenhose, Regenjacke, dicke Gore-Tex Handschuhe, Gore-Tex Halskrause).

Bis Porsgrunn und Skien blieb ich auf der E 18. Von da an folgte ich querfeldein den Landstraßen bis auf Höhe Holmenstrand. Dort muss man wieder auf die E 18 zurück, wenn man den schnellsten Weg zu mir fahren möchte. Keine Stunde später war auch ich wieder zu hause angekommen. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und unser Rasen sah so aus, als ob ich am Folgetag gleich wieder unseren Zweitakt-Rasenmäher anschmeißen müsste. Der Alltag hatte mich wieder ;-)

Der Tag in Daten

  • Fähre: 1x
  • Tanken: 3x
  • Strecke: 689 km
  • Temperaturen: 8 – 12 Grad Celsius
  • Himmel: dicht bewölkt mit Schauern und teilweise starkem Regen

Fazit

Was soll ich sagen Leute? Ganz ehrlich kam ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück von der Tour nach Hause. Das Wetter war eindeutig zu kalt aber der wesentlich trübendere Faktor war der ständige Regen. Mit ständig feuchten Klamotten, Zelt, Stiefeln und Wiesen ist es einfach weniger gemütlich auf Tour – so ist das halt.

Das jagen auf den Bergstraßen und im kurvigen Küstenabschnitt war Spaß pur! So lieben wir es. Die Reifen haben uns sicheren Haft beschert und die Laune war trotz Wetter ganz oben! Zu Hause angekommen entleerte ich brav meine Koffer, hängte Schlafsack und Zelt zum Lüften auf und wusch alle Ausrüstung ab. Erst wenn das alles erledigt ist, ist die Tour zu ende (und nach all den geschriebenen Blogeinträgen für euch natürlich).

Hier geht es zum Tag 11 des Tourenberichts und zum Gesamtbericht hier klicken :-)

Fotos von diesem Tourtag

Fotos: (c) Sascha Duus & Sigmund Hornberg


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



4 Responses to Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Endspurt nach Oslo (Tag 12)

  1. km says:

    Hallo Sascha,

    vielen Dank noch einmal für deine Reiseberichte. Meine Pläne für Norwegen im August werden auch immer konkreter und ich habe wieder viele Infos aus deinen Beschreibungen entnehmen können.

    Viele Grüße
    km

  2. BPS says:

    Hallo Sascha,
    ein sehr schöner Reisebericht, den ich regelrecht verschlungen habe. Letztes Jahr war ich zum ersten mal in Norwegen mit dem Motorrad und da wurde die Leidenschaft für Skandinavien geweckt. Die Landschaft, die Gelassenheit, die Ruhe, kaum Verkehr, einfach Traumhaft. Ich konnte für meine bevorstehende Tour zum Kap viele Streckenabschnitte in meine Tour einbauen, herrlich.

    Ich danke euch und bleibt Gesund…

    Grüße
    BPS

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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