Zelt & Lavvu

Published on August 20th, 2011 | by Sascha

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Helsport Lavvu Light – überzeugendes Leichtzelt aus Norwegen

Was ist das Schöne am Lavvu Zelt? Genau, der direkte Kontakt mit der Natur und die heitere Geselligkeit darin. Was der Nachteil? Richtig, das hohe Gewicht und große Packmaß. Helsports Leichtlavvu ist da die spitzen Lösung für unterwegs – leicht und klein!

Kein Feuer im Zelt, dafür geringes Gewicht und Packmaß

Das Lavvu Light besitzt gegenüber seinen großen Brüdern kein feuerfestes Zeltmaterial und auch keinen Rauchabzug am Top. Baucht es auch nicht, denn Wärme bekommt man auch mit seinem Outdoor-Kocher ins Zelt (einfacher und sicherer als mit Nicht-Lavuu-Zelten).

Dafür müssen Bitzer des Lavvulights keine zwei Einkaufstüten große Packsäcke transportieren, sonder nur ein Packmaß von ca. 4-5 Litern mit dem Gewicht von 2 kg unterbringen. Wer auf noch auf die Mittelstange verzichten möchte, könnte sich im Wald ein Stück Holz schlagen und das verwenden (bedenke: think green).

Photos vom Helsport Lavvu Light im Einsatz

Der norwegische Zelthersteller Helsport weiß, wie man spitzen Zelte baut!

Daten und Maße zum Lavvu Light 4

Und jetzt zu den Details des Leicht-Tipizeltes:

  • Hersteller: Helsport
  • Modellbezeichnung: Lavvulight 4
  • Modelljahr: 2011
  • Unverbindliche Preisempfehlung: ca. 450,-€
  • max. Personenanzahl: 4 (gemäß Hersteller, aber ich zähle das eher als Sitzplätze)
  • Zelttyp: Lavvu
  • Ausstattung und besondere Details: Einwandzelt
  • Material Außenzelt: Helsport Superlight® 1000 (silikonbeschichtet)
  • Wassersäule: 4.000 mm
  • Material Boden (optional): PU Nylon
  • Material Gestänge: Scandium Superpole®FC Segmentlänge 38cm
  • Material Heringe: Alu
  • Gewicht min. (in kg): 2,04
  • Gewicht aller Einzelteile:Zelt: 1419g, Stange: 402g, Heringen + Reparaturstoff: 218g, Boden (optional): 633g
  • Anzahl Eingänge: 1
  • Meine Bewertung der Verarbeitungsqualität: sehr gut
  • Meine Bewertung des Komforts: gut
  • Handling (Aufbau, Abbau, Gebrauch): sehr gut
  • Spezialitäten: Snowflaps für den Wintereinsatz, Mückennetz, Leinen-Aufwicklungshalterung

Was mir am Lavvu Light gefällt (Stärken / Pro)

Der Aufbau des Lavvu Zeltes geht einfach und flott von der Hand. Selbst wer noch keine Erfahrungen mit Großlavvus gesammelt hat (Lavvunewbies), kommt aufgrund der kompakten Größe schnell zum Aufbauerfolg. Nach dem dritten Auf- und Abbau kommen keine Fragen und Überraschungen mehr auf, fragt ihr mich.

Helsport typisch sind auch die Gummibänder, über die man die Leinen wieder aufrollen und ohne Wirrwar wieder verpacken kann.

Die Qualität der Materialien ist gewohnt hoch und gut von Helsport. Bei Recherchen im Netz wird man die eine oder andere Stimme mit kleinen Problemchen finden, aber dort hatte Helsport sofort und kostenlos nachgebessert, klaro. Die Nähte sind sauber vernäht und alles macht einen soliden und wetterfesten Eindruck

Wie eingangs schon beschrieben, hat das kleine Lavvu den unschlagbaren Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichen Großlavvus. 1/3 des Normalgewichtes für Tipi Zelte ist schon extrem wenig, oder?

Ein riesen Plus für mich sind auch die Snowflaps, die ursprünglich zum Beschweren und Bedecken mit Schnee beim Wintereinsatz gedacht waren. Da es sich um ein Einwandzelt handelt, kommen sowohl Mücken als auch der Wind zwischen Boden und der unteren Zeltkante hindurch (auch bei nur 1-5 mm). Nicht so, wenn die Snowflaps beschwert werden. Nutzt, was ihr wollt. Ich hatte schon Steine, Sand, Ausrüstungsgegenstände, Stöcke, Bretter und was sonst noch im Einsatz. Alles klappt und hält die Wärme drin und alles andere draußen!

Reisen mit dem Lavvu Light – das Zelt in der Praxis

Das Reisen allein mit dem Lavvu ist purer Luxus. Drinnen ist Platz für die Alukoffer samt kompletter Ausrüstung. Die Stehhöhe macht das An- und Umziehen richtig einfach und sitzen auf dem Camping Stuhl im Zelt klappt auch wunderbar (bei Regen auswettern ganz gut).

Leider kommt man am Abspannen der Außenleinen nicht ganz vorbei. Ich habe zumindest die unteren Leinen immer benutzt, damit mehr Platz ins Zelt kommt und ein auffrischender Nacht- und Morgenwind mich nicht aus dem Schlafsack holt. Bei Wind ist die Nutzung aller Leinen eh obligatorisch. Das Zelt ist sturmfest, muss dafür aber mit allen Befestigungspunkten fixiert werden.

Wer mal in einen Starksturm kommen sollte, der könnte noch das unterste Stangenelement entfernen und das Lavvu an den hinteren unteren Leinenpunkten am Boden festpflocken (weniger Angriffsfläche für den Wind).

Das Reisegefühl mit dem Lavvu finde ich riesig! Echtes Outdoor-Feeling und direkter Kontakt zur Natur. Den Einsatz des Originalbodens spare ich mir, denn der ist eh nur flach und würde kein laufenden Regenwasser abhalten (also schlauen Zeltplatz wählen). Wer sich im Schlafbereich eine Folie oder dünne Matte unterlegt hat meiner Meinung nach genug Witterungsschutz zum Boden hin.

Das Lavvu packen und verpacken

Das Zelt kommt in einem kleinem Beutel daher, der sich über zwei Spanngurte noch etwas kleine packen lässt. Ich „knülle“ das Zelt von vorne bis hinten in den Sack und rolle es nicht (damit keine Packkanten entstehen).

Das Gestänge wird vollständig ineinander gesteckt. Der Trick dabei ist, immer das kleine Ende in das große Ende des nächsten Stückes zu stecken. Beginnen also mit der Spitze des Oberteils in die untere Öffnung des zweit kleinsten Stückes darunter – ganz einfach! Zum Schluss die Kappen drauf und fertig (Kappe beim Aufbau unten drauf, damit die Stange nicht im Boden verschwindet).

Das einzige was etwas irritiert ist die „flutschige“ Silikonoberfläche (2 x Silikonbeschichtet) beim Einpacken. Ständig rutscht das Teil beim Einpacken aus den Fingern, was jedoch bei allen Sil-Nylonzelten der Fall ist.

Fazit zum Zelt

Das Lavvulight ist eines meiner neuen Lieblingszelte. Gewicht, Packmaß stimmen einfach für unterwegs. Mit dem Naturboden von unten und dem großen Mückennetz vorne fühle ich mich inmitten der Natur – einfach herrlich!

Einziger „Nachteil“ ist wirklich der Zeitaufwand, ALLE Leinen abzuspannen und am nächsten Morgen wieder aufzurollen. Bei einer „ich campe nur für 8 Stunden“ Rundreise würde ich wohl eher zu einem freistehenden Zelt greifen. Sonst ist das Lavvu Kult und Norwegen pur!

Das Helsport Lavvu Light ist das leichteste Einstangen Lavvu auf dem Markt und übertrifft die sogenannten Kultlavvus im Qualitätsstandard, im Handling und in der Stabilität. Ganz einfach :-)

??? Benutzt ihr ein Lavvu / Tipi ??? Was meint ihr zum Lavuu Light ???


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



2 Responses to Helsport Lavvu Light – überzeugendes Leichtzelt aus Norwegen

  1. Manuela says:

    Das Lavvu macht wirklich einen sehr stabilen Eindruck und ist auch relativ geräumig.

    • Sascha says:

      Hi Team unterwegs.biz !
      Schön auch euch mal hier begrüßen zu dürfen.
      Habe schon so manches mal online und in eurem Shop in Flensburg gekauft und herumgeschnüffelt.

      Das Zelt ist wirklich supi! Keine volle Kote, dafür aber klein und mit viel Outdoor-Flair!

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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    Euer Sascha

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