Motorrad Ausstattung

Published on März 22nd, 2009 | by Sascha

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Reifen BMW F800GS

On- und Offroad macht die BMW F800GS GS eine gute Figur. Für jeden Einsatz gibt es auch die passenden Reifen. In den ersten 13.000km habe ich mal drei verschiedene Reifen gefahren. Zugelassen sind selbstverständlich alle Bereifungen und die unterschiedlichen Profile überzeugen recht gut im Einsatz. Für das Grobe und auch für das Feine, es ist für jeden Zweck etwas dabei.

Die Reifen der Wahl

Das Angebot an Reifen für die BMW F800Gs hat sich seit der Markteinführung in 2008 etwas verbreitert. Anfangs standen der 800er lediglich 3 zugelassene Reifentypen zur Auswahl, doch die Auswahl wächst.

Die Unterschiede zu kennen hilft, den Fahrspaß und die Sicherheit auf der BMW F800GS zu erhöhen! Da die 800er ein nicht ganz geländefreundliches Frontgewicht besitzt, muss ein guter Reifen für den benötigten Grip sorgen.

Bridgestone Battle Wing

Es begann natürlich mit der Originalbereifung. Im Jahre 2008 und bei meinem Händler in Oeversee war das der Battle Wing BW 501 G und BW 502 G. Ein Straßen Enduroreifen, der sehr gut am Asphalt klebt. Hohe Laufleistung und voll stabil bei 200km/h. Nur bei Regen war die Haftung nicht mehr so optimal.

Continental TKC 80

Dann musste der legendäre TKC 80 drauf, als es zum GS Treffen nach Norwegen ging. Die ersten km waren ein gehuppel der übelsten Art. Für mich war das zumindest neu und gewöhnungsbedürftig. Legte sich aber nach 200km langsam, und Fahrstil und Reifen wurden zunehmend runder. Im Gelände gräbt sich Stollen dann gut ein und gibt mehr Halt und Grip. Auf den Schotterpisten wäre der Grobstoller jedoch nicht nötig gewesen. Auf nasser Straße klebte der Reifen dann auch bei guter Schräglage, woran ich zuerst gar nicht glauben wollte.

Michelin Anakee (und Anakee 2)

Den habe ich mir dann drauf gezogen, um den -für mich- seinerzeit besten Kompromiss von On- und Offroad zu bekommen. Tatsächlich bietet der Reifen genug Grip auf der Straße und ausreichend Traktion im Gelände. Könnte noch ein wenig rauher für das Gelände sein, aber dann ginge dann wohl auf das Konto der Regenhaftung. Weich und gut, läuft ca. 6.000km auf der 800er bei Normalo-Fahrt.

Heidenau K60 (ohne Scout)

Ein schöner Reifen vom Kostenpunkt und Einsatzmix her ist der Heidenau K60. Die Anschaffung liegt unter dem der andere GS Reifen (dort und dann, wo ich gekauft habe), und die 10.000 -15.000km Laufleistung sichern die Investition obendrein noch.

Im Gelände und auf Schotter reicht der K60 für das Fun-Riding und auf der Straße sind Autobahnfahrten ohne Probleme drin. Wem der TKC 80 zu Offroad und der Michelin zu Onroad ist, der sollte den deutschen K60 mal am Bayern Bike testen.
Seit Ende 2010 wird der 150/70-17 K60 nicht mehr hergestellt.

Heidenau K60 Scout

Nachdem es den K60 (ohne Scout) bei Heidenau nicht mehr gibt (2010/2011), ist der weichere Nachfolger der Ersatz für den harten Stollen. Bislang konnte ich den K60 Scout nur an meinem alten Boxer (BMW R100GS PD) testen. Auf meiner Tour zum Nordkap 2011 konnte dieser auf der Straße durch das weichere Gummi besser überzeugen als der alte K60. Leider war das Gummi am Hinterreifen nach 6.000km schon komplett heruntergefahren. Aus und vorbei war es ;-)

Pirelli – Scorpion Trail

Selber noch nicht gefahren, aber sehr gutes von anderen Großendurofahrern gehört. Werde ich mir auf die „muss ich testen“ Liste schreiben.

Metzeler – MCE Karoo (2)

Selber noch nicht gefahren.

Golden Tyres – GT 201 On – Off

Selber noch nicht gefahren, aber in Norwegen bei einem Kumpel im Einsatz gesehen. Konnte auf Schotter und im Dreck einiges wegstecken.

Reifenfreigaben Hinweise

Zu den BMW Reifenfreigaben klickt euch hier durch:
www.bmw-motorrad.de > Services > Bereifungsmöglichkeiten > F800GS
Des Weiteren bieten die Hersteller Downloads von TÜV geprüften Reifen auf ihren Websites an, so z.B. die Reifenwerke Heidenau

Bilder zu den Reifen

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About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



12 Responses to Reifen BMW F800GS

  1. Hi,

    kannst Du noch Infos geben zum Thema Reifenwechsel ? Mein BMW Händler will horrende 75€ für den Wechsel. Hast Du Tips dazu ? Wie machst Du die Auswuchtung ??

    Bist Du mit den TKC 80 schon im Winter auf Schnee gefahren ??

    Danke.

    p.s.: auf dem 2010 er Modell sind die Pirelli Scorpion Trail Reifen drauf und nicht mehr die Battlewing.

    MfG

    Roland

    • Sascha says:

      Reifenwechsel? Ich hatte meine Reifen bisher immer online bestellt, nach Hause liefern lassen und dann beim lokalen Reifendienst meiner Wahl für ca. 25 EUR aufziehen lassen. Die beiden Male, wo ich beim BMW-Dealer war zum Reifen draufziehen, gab es hinterher Plattfüße nach 1.000km. Bei Biker-Kollegen gab man mir dann den Rat, die Reifen doch bitte immer von den Reifen-Profis (=Reifendienst) draufziehen zu lassen.
      Den TKC 80 bin ich persönlich noch nicht im Winter gefahren, ist aber oft gesehen in z.B. Winter-Norwegen. Gerade die ersten 1.000km ist das Gummi des TKC 80 schön weich. Wenn du Winter-fahren willst, schau dich mal auf Seiten wie http://www.fjordrally.de um, die düsen jährlich in den Norden und probieren so allerhand Reifentypen aus.
      Beste Grüße und allzeit gute Fahrt
      Sascha

  2. Ralf says:

    Der heidenau K60 ist garnicht für die F800GS zugelassen sowohl auf der BMW HP als auch bei der Heidenau HP steht der K60 nicht als freigegeben.
    deshalb frag ich mich wie du den auf der F800GS getestet hast? zumal es die 150er garnicht beim K60 gibt! Den Scout gibs auch als 150er Hinterreifen aber den nicht Sout gibs nur kleiner…

    • Sascha says:

      Hallo Ralf
      schön deinen Kommentar zu lesen :-) Kann es sein, dass du erst kürzlich nach dem Heidenau geforscht hast? Glaube mir und den Photos schon, dass ich den K60 (ohne Scout) auf meiner BMW F800GS in Originalgrößen gefahren habe. Ganze 15.000km hielt der Reifen – absoluter Hammer!
      Leider hatte ich auch 4 Plattfüsse aufgrund eines zu harten Gummies in Kombination mit einem etwas kleinem Reifen-Innenraum. Ohne spitze Einwirkungen haben sich 4 Löscher „auf Langstrecken hineingefahren“. Schau die auch meinen Post dazu an.

      Es scheint mir so zu sein, dass die Reifenwerke Heidenau den K60 ohne Scout nun nicht mehr anbieten für die 800er, seitdem es den Scout gibt. Für alle, die den alten K60 noch irgendwo bekommen können oder ihn in der Garage haben, hier der Link zur alten Freigabe: Reifenfreigabe Heidenau K60 für BMW F800GS

      OK Ralf?
      Weiß vielleicht jemand etwas zu der Story (warum es den K60 für die 800er nicht mehr gibt)? Hat schon jemand mit den Heidanau-Werken geschnackt?

      LG Sascha

      • Sascha says:

        Antwort von Heidenau:
        „Der K60 wurde bis ca. 2010 gebaut ( 150/70-17 ). Danach erfolgte ein genereller Wechsel aufgrund der Mischungsänderung auf K 60 Scout. Inzwischen wird der Hinterreifen nur in der Variante K 60 Scout gebaut, den Vorderreifen gibt es aber auch noch in der vorherigen K60 Version ( ohne M+S Kennung). Die Freigabe aktuell ist auf die Version K60 Scout herausgegeben und damit ein Wechsel eingeleitet.“

  3. Thomas says:

    Obwohl ich für die GS von Anfang an den Michelin Anakee wollte, konnte mich der Bridgestone Battle Wing für Reisen mittlerweile überzeugen. Er klebt in der Tat am Asphalt und macht kurvige Straßentouren zum absoluten Genuss. Auch die Laufleistung kann sich sehen lassen. Nachdem die F800 GS eher bedingt geländetauglich ist habe ich mich von profilierteren Enduroreifen erst mal wieder verabschiedet.

    • Sascha Duus says:

      Hi Thomas und danke für dein Feedback :-)
      Der Battle Wing ist in der Tat ein Straßenjäger auf der 800er. Wenn du wirklich nur Teer unter dem Gummi hast, macht man mit dem Reifen nichts verkehrt.

      Nur wenn man auch hier und da mal zügig über Schotter ballern will, kommt das gröbere Profil vom Anakee besser an. Ich habe schon eine fette BMW R1200GS mit Slicks vor mir herfahren sehen, die Schotter, Sand und Schlammpisten damit gemeistert hat. Geht alles, wenn man fahren kann.

      Für echtes Offroaden sollte eh ein grober Stollen wie der Karoo drauf. Damit kann die 800er wesentlich besser bewegt werden und es macht obendrein noch so richtig Spaß!

      Also, allzeit gute Fahrt und schau mal wieder rein :-)
      LG S

  4. Rico says:

    Hi, Sascha ;-)
    Ich habe seit letztem Jahr auch eine 800er und nachdem ich den Original-Reifen runtergefahren hatte kam ein Heidenau K 60 Scout drauf.
    Bei meiner Tour nach Kroatien / Montenegro hatte ich im Mai echt Pech mit dem Wetter – will sagen: Jedesmal, wenn gefahren mußte hat Petrus die Schleusen geöffnet :-(
    Die Naßhaftung der Reifen war aber in jeder Situation vollkommen ausreichend und bei trockenem Wetter fahre ich den Reifen fast wie einen Straßenreifen. Hier geht es aber nicht ums protzen – das sind nur meine subjektiven Eindrücke ! Natürlich läuft er etwas rauer und verbraucht geringfügig mehr Sprit und wenn wir schon beim mäkeln sind sei noch erwähnt, daß er mit Koffern auch nicht so hochgeschwindigkeitsstabil ist.
    Die Laufleistung sei noch kurz erwähnt: Momentan habe ich damit knapp 10.000 km gefahren und wenn ich so drauf schaue geht noch was – schätze mal 12-13.000 gesamt am Ende. Alles in Allem glaube ich damit einen sehr guten Kompromiß von Straße und GS (gelegentlich Schotter) gefunden zu haben, zumal auch der Anschaffungspreis sehr fair ist.

    Liebe Grüße aus Bayern

    • Sascha says:

      Hi Rico :-)
      Mit dem „alten“ Heidenau hatte ich viel Ärger und das wegrutschen in den Kurven ging so gar nicht.
      Die neue Generation Scout und speziell die Gemischverbesserungen über die letzten Monate überzeugt jetzt um so mehr.
      Ich muss mich wirklich anstrengen, die 800er bei nasser Straße ins Rutschen zu bekommen.
      Das geht fast nur mit roher Gewalt ;-)
      Auf Schotter greift der Reifen ausreichend gut rein für eine schnelle Reise.
      Lediglich auf Gras, Gulli und Seitenstreifen gilt es Obacht zu geben.
      Gute Fahrt !

  5. Daniel Müller says:

    Also der Scorpion Trail ist ein super Straßenreifen.
    Handling, Rückmeldung, Stabilität und Grip sind erstklassig. Durch etwas höheren Luftdruck verbessert sich auch noch das so schon geniale Handling.
    Das verhalten bei Nässe und Kälte geht auch noch so ok. Aber der Verschleiß ist leider sehr hoch und er fährt sich etwas ungleichmäßig ab.
    Im Gelände kann er dafür nichts reisen und auf Schotter fehlt es ihm einfach an Seitenhalt und Vortrieb. Einfach wenig Vertrauenerweckend abseits der Straße.
    Für meinen Geschmack hat er ein hohes Aufstellmoment, was beim Bremsen in Schräglage stöhrt, vorallem wenn er schon nicht mehr ganz frisch ist.

    Mein Fazit: Für Onroadfahrer wahrscheinlich das Beste, für gelegendliche Schotterausflüge auch noch ok, aber dafür gibt es sicher bessere Alternativen. Für eine Pässetour zu empfehlen, aber dort schränkt die geringe Laufleistung wieder bei langen Touren ein.

    Grüße und gute Fahrt,
    Daniel

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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