Endurotouren Westküsten Motorradtour Norwegen 2013 Tag 1: Treffen und Aufbruch in Oslo

Published on Dezember 26th, 2013 | by Sascha

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Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Treffen und Aufbruch in Oslo (Tag 1)

Auch 2013 stand eine längere Tour bei mir an. Norwegens Westküste wollte ich endlich besser kennen lernen und Sigmund hatte ebenfalls Lust auf diese Tour. Super – dann düsen wir mal wieder zu zweit los. Anreise über Schweden bis auf die Lofoten und dann die Küste Norwegens herunter!

Von Oslo aus ging es los – August 2013

Donnerstag Abend bekamen wir schon Besuch von Sigmund mit seiner BMW F800GS. Er war aus Südnorwegen angereist und Mann und Maschine waren bereits klar für die große Westküsten Tour 2013. Auch ich packte meine 800er fertig und die beiden gelb-schwarzen Bayern kamen danach ab in die Garage. Tags drauf musste ich noch bis Mittags arbeiten und dann machten wir uns endlich auf zu unser gemeinsamen Sommertour.

02.08.2013, endlich morgen – endlich los! Am ersten Tag soll man gar nicht so weit fahren. Deshalb sah die heutige Etappe lediglich 350km vor, von denen nur das letzte Stück auf Schotterpisten absolviert werden sollte. Ich füllte noch eben meinen Bock an der Tankstelle auf und dann querten wir auch schon den Oslofjord durch den 8km langen Tunnel bei Tofte. Anschließend bahnten wir uns mehr und minder unspektakulär (siehe Karte) den Weg nach Schweden.

Karte zum Tag 1 unser Sommertour (394 km)

Tagesetappe: Oslo > Elverum > Trysil > Grenze > Åsdammen

Sommerwetter am ersten Tag

Es ging nordwärts durch Oslo, vorbei am Flughafen Gardermoen, der Stadt Eidsvoll und dem großen Gewässer Mjøsa. Von dort aus nahmen wir Kurs Ost an Elverum vorbei und machten Stop in Trysil. Die Maschinen wurden zum ersten mal „synchron“ betankt, damit wir von da an jeweils zusammen an die Tanke mussten. Wir nutzen auch die Chance um noch ein paar Regenwürmer im lokalen Sportgeschäft zu kaufen. Wollten wir doch die nächsten Tag in Schweden unser Anglerglück testen.

Wir fuhren weiter und die Landschaft um uns herum wurde immer bewaldeter und einsamer. Wir düsten mittlerweile durch das große Gebiet des Finnskogens und wechselten von der norwegischen auf die schwedische dieses großen Wald- und Naturgebietes. Lediglich ein Schild am Straßenrand verriet uns, dass wir die Landesgrenze passiert hatten.

Jetzt ab ins Nachtlager

Erstmal suchten wir uns einen Einkaufsladen kurz vor unserm geplanten Nachtcamp. Die mitgebrachte Küche wurden um ein paar frische Zutaten wie Eier, Zwiebeln, Speck, Kartoffeln, Tomaten und weitere Leckereien aufgestockt. Ich gönnte mir noch ein Eis in der Sonne und dann bretterten wir schon über 40km feinste Schotterpiste unserem Ziel entgegen.

Dort angekommen sah es nicht so ganz so kuschelig aus, wie wir es uns zuvor auf Google Earth angeschaut hatten. Die von uns ausgesuchte Stelle am Åsdammen war dann doch viel befahren und der „öffentliche“ Schlafplatz wollte glatt 60,- selbstbezahlte Kronen von uns in einem Umschlag wissen. Nö, so nicht. Wir schwangen uns wieder auf die Böcke und fuhren um den kleinen See herum.

Das herrliche Lagerleben hatte uns wieder

Was fanden wir auf der anderen Seite? Genau, eine kleine offenen Hütte ohne Entgelt und ganz für uns alleine – am Wasser! Schnell wurden die Zelte aufgebaut und wir stiegen von den Motorradklamotten in die Outdook-Kluft um. Die Küchen wurden auf dem Tisch ausgebreitet und schon fing das herrliche Brutzeln an. Sigmund briet sich Kartoffelscheiben mit Speck und anderlei guten Zutaten an. Bei mir gab es mal wieder schwedische Fleischklöpse, angebraten mit Zwiebeln, Tomaten und Pfifferlingen. Wir ließen es uns gut schmecken da draußen und unsere Blicke schweiften über den See.

Den Rest des Abends verbrachten wir mit Tagebuch schreiben, erfolglosen aber kurzweiligen Angelversuchen und mit ein wenig Kommunikation mit den Lieben zu Hause. Geangelt hatte aber nur Sigmund, denn meine Route hatte sich irgendwo auf der Schotterpiste selbständig gemacht (unser Unternehmen eigenständig verlassen sozusagen). Aufgefallen war es mir schon vor dem Lagerplatz, aber zum Zurückfahren hatte ich echt keinen Nerv. Eine neue günstige Route würde sich sicherlich die nächsten Tage irgendwo auftreiben lassen.

Der erste Tag in Daten

  • Strecke: 394 km in 6 Stunden von Oslo nach Schweden
  • Wetter: 20 – 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein und teilweise bedecktem Himmel
  • Nachtcamp: N61´17,571N E013´45,472
  • Tankstopps: 1x
  • Durschschnittsverbrauch: 4,8 l/100km
  • Schäden/Technisches: Angelroute weg (nicht dir Rolle)

Tagesfazit

Was beim Vorjahres GS-Meeting so unspektakulär Grobgeplant wurde, hatte sich doch tatsächlich in die Tat umgesetzt. Da lagen wir nun in unseren Zelten und die geplante 2-Wochen-Tour an Fjordnorwegens Westküste sollte ihren Lauf nehmen.

Nachdem ich in 2013 schon so einige Touren unternommen hatte (International Allroad-Tour, Southern Comfort Tour, GS Meeting Schweden, GS Trophy Deutschland), konnte ich mein Glück zu einer weiteren Tour kaum fassen. Das Wetter sah auch „OK“ bis „Besser“ aus, was den Tourspaß nur noch verstärkte.

Bleibt dran Leute, der Tourbericht hat doch gerade erst begonnen! Weiter geht es im Teil 2 :-)

Fotos zum ersten Tourtag

Fotos: (c) Sascha Duus & Sigmund Hornberg


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



8 Responses to Fjordnorwegen Motorradtour 2013: Treffen und Aufbruch in Oslo (Tag 1)

  1. andre thelen says:

    Schöner Bericht ,ich bin auch ein Skandinavien fan,bitte mehr und vielleicht könnt ihr mir die gesamte tour mal schicken per email? Lieben gruss andre

    • Sascha Duus says:

      Moin Andre
      Skandinavien Fans gibt es anscheinend viele. Schön, dass wir uns über solche Berichte austauschen können :-) Die Tourdaten werde ich Stück für Stück aufarbeiten und hier veröffentlichen.
      Es ist also mehr unterwegs bei unterwegens :-D
      LG Sascha

  2. Vielen Dank für die vielen Anregungen und Ideen, um selbst endlich einmal wieder auf einem Motorrad zu reisen. Ist schon lange her bei mir. Aber je mehr ich lese von Deinen Berichten, desto mehr habe ich auch Lust wieder loszufahren. Also nochmals vielen Dank und gute Reise!!!!

    • Sascha Duus says:

      :-) Schön zu lesen, dass da wieder jemand Lust aufs Motorradreisen verspürt :-) Dann besorge dir mal ein Ross und ab dafür. Lieber spät begonnen als gar nicht gestartet!

  3. André says:

    Hallo Sascha , sehr schöner Bericht! Wie man auf den Bildern erkennen kann, legst Du sehr viel Wert auf die Qualität der Produkte, die du mit dir führst! Geht mir genauso ;-) spann uns nicht so lange auf die Folter mit der Fortsetzung ! Gruß André

    • Sascha Duus says:

      Hi André
      Auf Tour muss es passen. Ich gebe zwar nicht gerne viel Kohle für Ausrüstung aus, aber dann sehe ich mich doch die „guten“ Teile kaufen. Leider ist die Outdoor-Industrie ganz schön geldgetrieben (OK, wo gibt es das nicht), also muss man sich selber mühsam die Teile herauspicken, die zu einem passen. Kennst das wohl selber, was?
      Der nächste Bericht sollte morgen früh draußen sein – danke fürs Lesen und Feedback :-D

      LG S

  4. André says:

    Ja das kenne ich, leider passt meistens das Motto: kaufst du billig, kaufst du zweimal! Habe schon den zweiten Bericht gelesen,supi! Nur immer diese Mammut Etappen , ich weiß muss manchmal sein, aber Spaß ist für mich was anderes! ;-)

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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    Ein Auswanderer in Norwegen ist unterwegs für euch und berichtet aus dem Land der Fjorde und Trolle! Erfahrt von meinen Touren in Skandinavien und lernt mehr über Land und Leute hier oben.

    Euer Sascha

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