Endurotouren

Published on Mai 16th, 2012 | by Sascha

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Alleenstraße 2012 Tag 1 (489 km): Regenanreise und Luxushütte

Erster Tag! Die Sonne scheint noch mit 16°C und der Tourstart in Oslo scheint perfekt. Dann kommen der nasse Regen von oben und die Temperatur sinkt auf läpperliche 8 Grad ab. So habe ich mir das nicht vorgestellt!

Tourstart und der nicht leichte Abschied

Zwei ganze Arbeitstag wollte ich nicht für die Anreise opfern, so geht die Reise direkt nach der Arbeit los. Den norwegischen Arbeitszeiten gedankt, ist das heute schon um 15 Uhr der Fall.  Alles ist schon vorgepackt, es muss nur noch passend auf der 800er verschnallt werden. Fast schon Routine, aber doch immer wieder ein Puzzlespiel.

Alles ist verstaut, ich stecke in voller Bikermontur und der Bock scharrt schon mit den Stollen. Der nun folgende Abschied fällt schwer. Mein Süße ist extra zeitig von der Arbeit heim gekommen. Wir tranken vorher noch einen gemeinsamen Kaffee auf der Terrasse und ich erzählte noch einmal von den geplanten Tagesetappen. 12 Tage sind eine lange Zeit und der Abschied fällt uns beiden heute schwer – schnief.

Karte des Tages

Rechts die braune Line zeigt den groben Streckenverlauf des ersten Tages:

  • Oslo > Schwedische Grenze > Gøteborg > Kattegat / Torekov


Alleenstraße 2012 auf einer größeren Karte anzeigen

Regen und Benzinleck

Die ersten Kilometer mit dem beladenen Tanker machen gleich richtig Spaß. Die BMW F800GS fährt sich beladen nicht bedeutend anders als unbeladen. So spulen sich dich ca. 200km ab, bis die Temperatur sinkt und der Nisel einsetzt. Ich bleibe optimistisch und springe nicht gleich in die Regenkombi – FEHLER!

Viel passiert heute allerdings nicht. Zwei Tankstops mit kleinen Snacks und fünf Stunden später komme ich am Rastplatz meiner Wahl an. Irgendwie sprach mit diese Lacation bei der Planung an, und nun bin ich hier. Mittlerweile ist auch die Regenkombi übergezogen, denn bei 8°C und nassen Klamotten hört bei mir der Spaß auf.

Irgendwie steigt mit auch ein dezenter aber ständiger Benzingeruch in die Nase. Da wird doch wohl nichts mit meinem frisch erworbenen und selbst montierten 20 Liter Extratank sein? Oh doch! Beim Tankstop sehe ich Benzinaustritt am linken Benzinhahn des Zusatztanks. Viel kann ich nicht machen, außer den Hahn geschlossen zu lassen (war zu Testzwecken auf). Morgen sehe ich mir das genauer an.

Luxushütte mit TV und Heizung

Jetzt müssen Rukka Anzug, Regenkombi, Stiefel, Handschuhe und Helm erstmal getrocknet werden. Hüttenübernachtung ist angesagt – mit Heizung und warmer Dusche! Beim Preis von 800,- Schwedischen Kronen schlucke ich zwar hart, aber was soll ich jetzt noch machen um 21 Uhr.

Kohle auf den Tisch und dann einziehen in die Luxushütte. Was jetzt folgt ist ein Schnelldurchgang: Klomotten ausziehen und über die Heizung hängen, Herd anschmeißen und Teewasser aufkochen, duschen, Milchreis kochen, TV and und vor der Glotze deutsches TV gucken (in Schweden!). Leute ich geben zu, auf den Tourauftakt bin ich nicht stolz ;-) Aber wisst ihr was: Ich habe Urlaub!

Fazit des Tages

Nein, so habe ich mir den Reiseantritt nicht vorgestellt. Regenfahrten und unter 10°C sind zählen defenitif nicht zu meinen Lieblingen. So eine Fahrt nach einem Arbeitstag in die Nacht hinein ist eh nicht lustig, und dann mit dem Wetter und technischem Trouble. Der Hüttenpreis schlug dann noch mit in die Depri-Kerbe!

Aber jetzt mal wieder positiv gedacht. Ich bin auf Tour, 12 Tage Urlaub, Motorrad steht draußen und wartet auf die Weiterfahrt, ich habe ein warmes und trockenes Bett! Also, geht doch. Schnell noch der Liebsten ge-SMS-st und dann ab die die Heia. Ach ja, Wecker noch stellen, denn morgen mittag fährt die Fähre pünktlich nach Rügen hinüber. Da darf ich nicht zu spät ankommen.

Photos des ersten Tourtages

Habt ihr ein gutes Mittel gegen Regenwetter-Depressionen?

Was macht man da, wenn der Regen die Stimmung trübt? Gar nicht erst trüben lassen? Aussitzen? Drauf los und durch? Sauna am Abend? Habt ihr ein Rezept?

Weiterlesen: Tag 0 (vorher) und Tag 2 (nachher) …


About the Author

Hi, ich bin der Blogger auf unterwegens.de und berichte hier über Erlebtes und Gelebtes von meinen Touren. Besonders gerne bin ich mit meinen beiden Enduro Motorrädern (BMW F800GS & R100GS) in Skandinavien unterwegs. Als begeisterter Outdoorer lebe ich nun seit einigen Jahren hier oben in Norwegen, wo Endurowandern und das Draußen-sein einfach irre Spaß machen! Hinterlasst bitte super viele Kommentare und Grüße, ich freue mich auf den Dialog und Kontakt mit euch, Dankeschön :-)



3 Responses to Alleenstraße 2012 Tag 1 (489 km): Regenanreise und Luxushütte

  1. Kai-Uwe says:

    Ich nehme an, die Luftfeuchtigkeit am Morgen in der Hütte war dann auch fast tropisch, oder? :-)

    Ist schon witzig: da fährt einer von Norwegen zum Motorradtreffen nach Rügen, während die Deutschen von Norwegen träumen!

    Noch vier Tage arbeiten, dann gehts auch bei mir los: erst eine Woche mit Ela & Eggi von endurowandern.npage.de nach Rosentorp (Rosentorper Schottertage 2012), danach komm ich zwei Wochen rüber nach Norwegen! Werde mich irgendwo in der Höhe Trondheim – Lillehammer rumtreiben! Ich halte die Augen auf nach der gelben 800er! :-)

    • Sascha says:

      Kennst dich gut aus mit Tropenbedingungen Kai-Uwe :-)

      Ein „Auswanderer Phänomen“ scheint das wachsende Intreteresse für das Ursprungsland zu sein, sobald man da erstmal weg ist ;-)

      Viel Spaß in Rosentorp. Seid ihr da als 3er-Team unterwegs oder liegt da ein größeres Treffen an? Ich werde Ende Juli in West-Norwegen herumdüsen, freue mich schon wie blöde auf Fjord-Norwegen! Wir sehen uns.

  2. Pingback: UNTERWEGENS.DE » GS Trophy Germany 2013: 3.150km An- und Abreise

DANKE für eure Kommentare und Meinungen :-)

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    Ein Auswanderer in Norwegen ist unterwegs für euch und berichtet aus dem Land der Fjorde und Trolle! Erfahrt von meinen Touren in Skandinavien und lernt mehr über Land und Leute hier oben.

    Euer Sascha

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